Kleines Update von der Mini-Rasselbande: Über schlaflose Nächte, geöffnete Augen und ein dickes Aufatmen

Veröffentlicht am 11. Oktober 2026 um 22:46
Baila&Girl, 17Tage

Heute schreiben wir Tag 18 nach der Geburt unserer Welpen – und wir können endlich, langsam aber sicher, ein bisschen aufatmen. Hinter uns liegen Tage voller Bangen, unendlicher Müdigkeit und intensiver Fürsorge. Aber eben auch Tage voller kleiner, wunderschöner Wunder.

Die schönste Nachricht vorweg: Unsere zwei kleinen Frühchen entwickeln sich zu echten Prachtexemplaren. Mittlerweile haben beide die 900-Gramm-Marke geknackt. Das zeigt uns, dass sie in einer richtig guten Wachstumsphase sind und Bailas Muttermilch sichtlich anschlägt. Zudem feiern wir die ersten ganz grossen Meilensteine: Vorgestern hat unser kleines Girl zum ersten Mal die Augen geöffnet, und gestern zog ihr Bruder nach. Nun schauen sie uns mit winzigen Knopfaugen an. Während das Mädel beim Schauen schneller war, hat der Boy dafür beim Stehen die Nase vorn – seine wackeligen Beinchen tragen ihn von Tag zu Tag besser.

Der Schreckmoment am Freitag

Dass wir heute so glücklich darüber berichten können, war vor einer Woche noch nicht abzusehen, denn die erste Zeit war nichts für schwache Nerven. Nachdem der Start von Mittwoch auf Donnerstag eigentlich recht gut klappte, kam am Freitagmittag der grosse Schreck: Unser Boy wollte plötzlich einfach nicht mehr recht trinken und wirkte unglaublich matt. Kurz darauf fing auch das Girl an, fast nur noch zu schlafen.

Die Sorge kam sofort mit voller Wucht zurück und wir entschlossen uns, wieder in die Tierklinik zu fahren. Da es kein akuter Notfall für die Ambulanz war, bekamen wir erst einen Termin für 20:00 Uhr. Die Stunden bis dahin fühlten sich wie Kaugummi an, die Zeit schien einfach stillzustehen. Auch in der Klinik hiess es noch einmal: Warten. Im Kopf lief ununterbrochen der gleiche, quälende Film: Sie müssen doch trinken, sie müssen doch trinken!

Die Erleichterung kam spät am Abend: Die Ärztin gab Entwarnung, es war alles in Ordnung. Zur Sicherheit bekamen wir eine Magensonde mit nach Hause, falls es mit dem Trinken gar nicht klappen sollte. Doch kaum daheim, passierte das kleine Wunder: Als hätten die zwei Süssen verstanden, dass ihnen eine Sonde droht, tranken sie plötzlich wieder ganz normal an Mamas Gesäuge. Im Nachhinein vermute ich, dass die zwei Winzlinge nach dem verfrühten Start einfach mal einen Tag lang extrem tief schlafen und Kraft tanken mussten.

Tatendrang im Haus und Betten-Trennung nach 35 Jahren

Inzwischen haben wir – und vor allem die grossartige Baila – einen wunderbaren Rhythmus gefunden. Sie tickt verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk. Seit etwa einer Woche traut sie sich auch mal für kurze Zeit aus der Wurfkiste heraus, besonders wenn wir am Essen sind. Man merkt einfach von Tag zu Tag, wie sehr sie die Nähe zu uns sucht.

 

Ihre Lebensgeister kehren sogar so sehr zurück, dass sie am liebsten schon wieder richtig lange Spaziergänge draussen machen möchte. Aber sie soll sich jetzt natürlich noch nicht überfordern. Um ihren Tatendrang ein bisschen zu bremsen, machen wir stattdessen zu Hause gemeinsame geistige Arbeit. Das tut ihr sichtlich gut und lastet sie im Kopf schön aus.

Dennoch sitze ich aktuell halt meistens den ganzen Tag mit ihr im Wurfzimmer. Und nicht nur den Tag über: Auch nachts schlafe ich natürlich direkt neben der Wurfkiste, während mein Mann in unserem Schlafzimmer schläft. Seit 35 Ehejahren ist das noch nie vorgekommen, dass wir so lange nicht in einem Bett lagen. Was tut man nicht alles für die Hundefamilie... 😉

Doppeltes Babyglück: Unser 5. Enkelkind ist da

Ganz besonders schön ist, dass wir dieses familiäre Ausnahmeszenario nun mit einem weiteren grossen Wunder teilen dürfen. Für alle, die im letzten Beitrag so lieb mit unserer Tochter mitgefiebert haben: Wir mussten uns wirklich in unendlicher Geduld üben. Eigentlich hatten Baila und unsere Tochter ja fast den gleichen Geburtstermin (Baila: 28.09. und Tochter: 26.09.).

Während Baila es viel zu eilig hatte, liess sich unser 5. Enkelkind ganz viel Zeit. Erst am 8. Oktober erblickte der kleine Prachtsjunge endlich das Licht der Welt. Die frischgebackenen Eltern und der kleine Mann sind wohlauf. Wir vermuten ja, er hat im Bauch genau gespürt, was bei uns im Wurfzimmer los war, und wollte uns einfach die nötige Zeit lassen, um uns zuerst ganz auf die beiden Sorgenkinder in der Wurfkiste zu konzentrieren. Nun ist das Familienglück auf allen Seiten perfekt. 

Unser eigener Weg: Frühförderung mit Herz und Verstand

Da es unser allererster Wurf ist, lernen auch wir jeden Tag dazu – und wir haben schnell gemerkt, dass starre Lehrbücher nicht immer zur Realität passen. Viele von euch wissen vielleicht, dass man in den ersten zwei Wochen oft spezielle Förderprogramme mit den Welpen macht. Hier mussten wir ganz bewusst unseren eigenen, auf die Frühchen angepassten Weg gehen:

  • 🧠 ENS (Early Neurological Stimulation): Mit diesem gezielten Programm aus sanften, sekundenkurzen Griffen zur Stärkung des Nerven- und Immunsystems haben wir wegen des holprigen Starts eine Woche später begonnen als geplant. Nach 10 intensiven Tagen haben wir es nun beendet, da sich die Augen geöffnet haben und dieses biologische Zeitfenster nun ganz natürlich geschlossen ist.
  • 👃 Das Riechtraining: Auf das klassische neonatale Riechtraining (das eigentlich vom 3. bis 16. Tag stattfindet) haben wir komplett verzichtet. Die körperliche Stabilisierung hatte absolute Priorität und die Energie brauchten die zwei Kämpfer schlichtweg zum Überleben. Diese Entscheidung für die absolute Ruhe war goldrichtig.

Langweilig wird es den zwei Minis trotzdem nicht: Da sich nun neben den Augen auch langsam die Gehörgänge öffnen, starten wir ab der 3. Woche mit dem Tontraining, um die Zwerge behutsam und positiv an die verschiedensten Alltagsgeräusche zu gewöhnen.

Wir freuen uns riesig auf die nächste Phase, wenn die zwei bald die Wurfkiste verlassen, ihr Zimmer erkunden und die ersten Spielsachen ausprobiert werden. Danke, dass ihr weiterhin so lieb mit uns mitfiebert.

Herzlichst Astrid, Baila & ?
P.S. bist du gespannt auf ihre Namen?

BailasBoy17Tage
BailasGirl17Tage

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Kommentare

Barbara Leu
Vor 18 Tage

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied. Schön geht es allen gut. LG Barbara Leu

Dirk Reinisch
Vor 16 Tage

Ich freue mich sehr für euch, speziell nach allen Sorgen und Aufregungen…Ende gut. Alles gut… weiter so..
LG aus Japan
Dirk & Annette