Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht: Unsere kleinen Fellnasen sind nun schon über 5 Wochen alt. Und das Wichtigste zuerst – die beiden haben endlich ihre Namen. Dürfen wir vorstellen? Phelan und Polly.
Ein kleiner Wolf und ein historischer Meeresstern
Als unser allererster Wurf ist diese ganze Reise für uns ohnehin ein pures emotionales Abenteuer – und da mussten natürlich auch ganz besondere Namen her. Der Name Phelan wurde von seinen zukünftigen Besitzern ausgesucht und bedeutet übersetzt „kleiner Wolf“ – und genau so sieht der kleine Mann auch aus! Seine Familie war übrigens schon zweimal zu Besuch und ist verständlicherweise absolut vernarrt in ihren Mini-Wolf.
Unsere kleine Dame heisst Polly, eine Variante von Mary (Maria). Dahinter steckt eine spannende Geschichte: Ursprünglich bedeutete der Name im Hebräischen „Tropfen des Meeres“ (Stilla Maris). Ein mittelalterlicher Mönch verschrieb sich jedoch beim Kopieren der Dokumente von Hand und machte daraus den wunderschönen „Meeresstern“ (Stella Maris). Da uns zudem der Film „Und dann kam Polly“ so gut gefällt, passt diese Mischung aus Geschichte und Humor perfekt zu uns.
Erste Zähnchen und abendliches Chaos
Mit fünf Wochen kommt jetzt so richtig Leben in die Bude. Die beiden werden von Tag zu Tag aktiver und haben faustdick Unsinn im Kopf. Kein Wunder, denn die ersten winzigen Zähnchen brechen aktuell gerade durch und alles muss erst einmal genau untersucht und angeknabbert werden. Phelan hat sich als echter kleiner Schmuser entpuppt, ist aber ironischerweise derjenige, der den meisten Unfug ausheckt. Schwesterchen Polly ist dagegen die totale Entdeckerin: unheimlich unternehmungsfreudig und immer bereit für das nächste Abenteuer.
Besonders abends drehen die zwei noch einmal richtig auf, denn das ist ihre absolute Lieblingszeit. Bei uns in der Hundeschule heisst es immer so schön: „Nach Müde kommt Doof!“ – und genau so sieht es hier abends aus. Das Welpenzimmer gleicht dann einem kleinen Schlachtfeld aus umgeworfenen Spielzeugen und purem Chaos. Auch an den kleinen „Pinkel-Unfällen“ arbeiten wir noch fleissig, aber wir bleiben dran.
Vom Ausbrechen und „Gluggeren“
Während Mama Baila sich inzwischen schon richtig gut zurückziehen kann, um sich zu erholen, sieht mein Schlafplan etwas anders aus: Ich schlafe nach wie vor treu im Welpenzimmer, um nachts ein Auge auf die Rasselbande zu haben. Wobei – eigentlich betrifft das nur noch mich. Letzten Samstag hat sich Baila über Nacht klammheimlich zu meinem Mann ins Zimmer zurückgezogen. Wahrscheinlich wollte sie mir damit sagen: „Hey komm schon, es geht auch mal ohne dich.“
Tagsüber hat Baila dafür ihre ganz eigenen Taktiken entwickelt: Die Welpen haben ihre Wurfkiste und drumherum einen sicheren Auslauf mit einem Welpengitter.
Sobald Baila eine Pause von den kleinen Beisserchen braucht, springt sie einfach elegant über das Gitter ins restliche Zimmer. Von dort aus schaut sie dann sichtlich erleichtert auf das Gewusel im Auslauf herab – denn im ganzen Zimmer dürfen Phelan und Polly sich nur austoben, wenn wir sie ganz genau im Auge behalten.Die beiden Zwerge stehen dann meistens ganz verdutzt am Gitter, machen sich so lang wie möglich und schauen ihrer cleveren Mama mit grossen Augen hinterher.
Ich nehme mir nun jeden Tag fest vor, auch wieder in mein Bett umzuziehen, aber ich kann es einfach noch nicht übers Herz bringen. Das Kuriose daran: Bei meinen eigenen Kindern war ich früher nie so eine „Gluggere“. Aber man lernt ja dazu – bis zum Wochenende werde ich den Absprung aus dem Welpenzimmer bestimmt auch geschafft haben.
Frische Luft und grosser Besuch
Baila macht ihren Job als Mutter jedenfalls weiterhin grossartig und sehr liebevoll. Da die Kleinen seit einer Woche feine, kleine Happen dazu fressen, wird sie beim Säugen gut entlastet. Bisher ist sie eine extrem geduldige Mama und musste noch fast gar nicht schimpfen. So geniesst sie es einfach, wieder bei uns zu sein und ihre Spaziergänge in vollen Zügen auszukosten.
Ein kleines Abenteuer gab es diese Woche auch schon: Die beiden waren das allererste Mal ganz kurz draussen an der frischen Luft. Da ihr Welpenfell aber erst jetzt so richtig zu wachsen beginnt, halten wir die Ausflüge noch kurz. Sobald der Pelz dicker ist, dürfen sie länger in den Garten.
In nächster Zeit steht bei uns nun auch einiges an wichtigem Besuch an. Besonders freuen wir uns auf Nicole und Cyril, die Inhaber der Hundeschule Martin Rütter Luzern. Das ist für uns ein echtes Highlight, denn Baila war damals eine ihrer allerersten Welpenschülerinnen. Die beiden schauen vorbei, um die Kleinen gemeinsam mit mir zu begutachten und ihr Verhalten ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Kurz darauf erwarten wir dann auch noch den Rasseclub für die offizielle Wurfabnahme – ein ganz grosser und wichtiger Meilenstein für unsere kleine Zucht. Und weil zur Gesundheitsvorsorge natürlich auch etwas Routine gehört: Die erste Entwurmung haben die beiden schon hinter sich, und nächste Woche steht bereits die zweite Runde an.
Der Zauber der Welpenzeit
Es ist für uns einfach unglaublich zu sehen, wie alles zu seiner Zeit kommt und wie instinktsicher eine Hündin ist. Wir geniessen diese wunderschöne, intensive Welpenzeit aktuell in vollen Zügen und saugen jeden Moment auf – auch wenn er manchmal chaotisch ist.
Wir sind schon sehr gespannt, was der kleine Wolf und der Meeresstern als Nächstes aushecken und wie unsere anstehenden Besuche verlaufen. Sobald es Neuigkeiten gibt, nehmen wir euch hier im Blog natürlich wieder mit auf die Reise.
Bis bald.
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