Allergien beim portugiesischen Wasserhund
Oft wird behauptet, der Portugiesische Wasserhund sei eine „hypoallergene Hunderasse“. Spätestens seit der ehemalige US-Präsident Barack Obama für seine allergiegefährdeten Töchter einen Portugiesischen Wasserhund ins Weisse Haus holte, wurde dieser Begriff weltweit populär.
Als „hypoallergen“ werden Hunde bezeichnet, die angeblich weniger allergieauslösende Proteine produzieren und daher für Allergiker geeignet sein sollen. 👉 Wissenschaftlich belegt ist das jedoch nicht. Lassen uns die Mythen aufklären und die Fakten über Hundeallergien entdecken.
Wissenswertes über Hundeallergien
Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist eigentlich nicht korrekt. Nicht das Fell oder die Haare lösen die allergische Reaktion aus, sondern Allergene, die an ihnen haften. Diese Allergene sind spezielle tierische Eiweisse (Proteine), die in Hautschuppen, Speichel, Urin und Talgdrüsensekreten vorkommen.
Gibt es wirklich hypoallergene Hunderassen?
Oft wird behauptet, der Portugiesische Wasserhund sei eine „hypoallergene Hunderasse“. Als „hypoallergen“ werden Hunde bezeichnet, die angeblich weniger allergieauslösende Proteine produzieren und daher für Allergiker geeignet sein sollen. 👉 Wissenschaftlich belegt ist das jedoch nicht.
Alle Hunde produzieren Allergene
Jeder Hund scheidet Allergene aus – unabhängig von Rasse, Felllänge oder Fellstruktur. Daher gibt es streng genommen keinen vollständig hypoallergenen Hund. Einige Hunde geben die Allergene jedoch stärker oder schwächer in ihre Umgebung ab, abhängig von Rasse, Geschlecht, Fellstruktur und individueller Veranlagung des Hundes.
Hundeallergene (can f 1–6)
Beim Hund sind derzeit mehrere Hauptallergene bekannt
(z. B. Can f 1 bis Can f 6). Ein besonders interessantes Allergen ist Can f 5, das ausschliesslich bei Rüden vorkommt. Das erklärt, warum manche Allergiker nur auf männliche Hunde reagieren, aber Hündinnen besser vertragen.
Allergie ist individuell
Nicht jeder Allergiker reagiert auf alle Hunde gleich. Es kann vorkommen, dass man auf den Hund des Nachbarn stark reagiert, den Hund der Familie kaum oder gar nicht spürt oder sogar innerhalb eines Wurfes unterschiedlich reagiert. Das individuelle Tier und das Immunsystem des Menschen spielen eine entscheidende Rolle.
Symptome einer hundeallergie
Bei einer Hundeallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Hundeallergene. Typische Symptome sind: Niesen, Schnupfen, verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen, Hautausschläge und Juckreiz, Atembeschwerden oder Asthma. Im Gegensatz zu Pollenallergien treten diese Beschwerden ganzjährig auf.
Diagnose durch allergietest
Eine sichere Diagnose kann nur ein Allergologe stellen. Mögliche Tests sind: Prick-Test (Hauttest) und Bluttest (Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper). Moderne Tests können auch auf einzelne Hundeallergene (z. B. Can f 5) prüfen.