Ich weiss gar nicht recht, wie ich diesen Beitrag beginnen soll. Es hätte ein rundum glücklicher Text werden sollen. Ungefähr heute wäre der erste errechnete Geburtstermin für unsere kleinen Racker gewesen. Doch die Natur entscheidet sich manchmal nicht so, wie wir das geplant haben.
Am vergangenen Mittwochmorgen begann Baila völlig überraschend und viel zu früh mit der Geburt. Die Freude schlug augenblicklich in tiefe Sorge um, denn der erste Welpe kam leider tot zur Welt. Als danach gar nichts mehr passierte, fuhren wir sofort in die Tierklinik. Die Angst, die wir in diesen Stunden um unsere Baila und die noch ungeborenen Babys ausgestanden haben, lässt sich kaum in Worte fassen.
In der Klinik fühlten wir uns zum Glück sofort in den besten Händen. Dank der modernen Medizin konnten die Herztöne der verbliebenen Welpen überwacht werden. Mit grossen zeitlichen Abständen schenkte uns Baila schliesslich noch einen kleinen Boy und ein süsses Girl. Kurz darauf folgte die traurige Gewissheit: Ein weiterer Welpe war schon länger im Mutterleib abgestorben, was wohl auch die verfrühte Geburt ausgelöst hatte.
Durch die Frühgeburt hatten die beiden kleinen Kämpfer natürlich nicht das ideale Geburtsgewicht. Sie waren zwar von Anfang an lebhaft und haben sich gut bewegt, aber die Angst um ihr Überleben war riesengross. Inzwischen sind die zwei Minis aber auf einem guten Weg, nehmen stabil zu und wir trauen uns langsam, ein kleines bisschen aufzuschnaufen.
Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis wir das Erlebte ganz verarbeitet haben. Im Kopf kreisen so unendlich viele Fragen: Was ist genau geschehen? Wie konnte das passieren? Haben wir etwas falsch gemacht? Es sind einfach so viele Gedanken da, aber wir müssen uns wohl damit abfinden, dass wir nie eine Antwort auf all diese Fragen bekommen werden. In den besseren Momenten wissen wir, dass die Natur hier einfach ihre eigenen Entscheidungen getroffen hat – aber es ist unendlich schwer, das so anzunehmen. Das Wichtigste ist: Baila ging und geht es gesundheitlich sehr gut. Sie ist eine instinktsichere, absolut grossartige Hundemama, und es wärmt uns das Herz, ihr bei der Fürsorge zuzusehen.
Die schwerste Aufgabe stand mir allerdings noch bevor: die Telefonate mit den Welpeninteressenten. Wir haben dabei so viele unglaublich tolle Familien persönlich kennengelernt – weite Wege wurden von ihnen in Kauf genommen, um unsere Baila und uns zu besuchen. Wir hätten uns wirklich keine besseren Familien wünschen können.
Für alle, die auch mit unserer Tochter mitfiebern: Unser Enkelkind lässt noch etwas auf sich warten und ist aktuell noch nicht da.
Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle noch loswerden: Danke an das gesamte Ärzteteam der Tierklinik, das in diesen bangen Stunden medizinisch absolut grossartig reagiert und uns mit so viel Empathie und Ruhe durch die Ausnahmesituation begleitet hat. Ein ebenso tiefes Danke geht an Bailas Züchterin und an die Eigentümerin des Vaters unserer Welpen – eure grossartige Unterstützung während der gesamten Trächtigkeit und die vielen wertvollen Ratschläge haben uns unglaublich geholfen und tun es noch immer.
Auch wenn es jetzt nur eine Mini-Rasselbande geworden ist, würde ich mich riesig freuen, wenn du uns hier weiterhin begleitest und miterlebst, wie sich unsere zwei kleinen Kämpfer ins Leben tasten.
Wer in der nächsten Zeit keine News verpassen möchte: Ich werde sicher auch regelmässig kleine Updates und Schnappschüsse auf Facebook und Instagram posten.
Herzlichst Astrid
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